Hörtipp!

Es soll ja Leute geben, die ihren Freitagabend auf der Couch verbringen. Wer dem Couch-Abend dennoch ein wenig Konzertsaal-Feeling verleihen möchte, dem sei die Übertragung des 9. Symphoniekonzerts der sächsischen Staatskapelle Dresden am heutigen Abend empfohlen. Unter der bewährten Thielemann’schen Leitung erklingen ab 20.05 Uhr folgende Stücke: Richard Wagner: “Blick’ ich umher in diesem edlen Kreise” aus “Tannhäuser” Franz Schubert: “Der Jäger ruhte hingegossen” aus “Alfonso und Estrella” D 732 Richard Wagner: “Die Meistersinger von Nürnberg”, “Wie duftet doch der Flieder” Franz Schubert: “Sei mir gegrüßt, o Sonne” aus “Alfonso und Estrella” D 732 Anton Bruckner: Symphonie Nr. 4 Es-Dur Mehr lesen…

Mit Sinn und Verstand

Männer zwischen zwanzig und vierzig sind sprunghaft und unzuverlässig, unausgeglichen und neigen zu irrationalen Handlungen. Ja, das ist ein Vorurteil und ja, es stützt sich auf eigene Erfahrungen. Wie wenig das doch auf den Sonntagabend zutraf! Ich freute mich ja bereits auf den Konzertabend mit jungen Herren, meine Erwartungen wurden jedoch noch übertroffen. Anlass war das Konzert des Philadelphia Orchestra unter Yannick Nézet-Séguin im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele. Ich erlebte einen Dirigenten, der alles andere als sprunghaft und unausgeglichen agierte: klug und gewissenhaft modellierte er nicht nur in Tschaikowskys fünfter Sinfonie Lautstärken, Tempi und Klangfarben. Das Ergebnis war ein ausgewogenes, Mehr lesen…

Ihr habt die Wahl!

In zwei Wochen sind wir um eine Erkenntnis schlauer: Wer wird Dresdens nächster Oberbürgermeister? Was das mit Kultur zu tun hat? Nun, jeder, der in dieser Stadt mitentscheidet, entscheidet auch über Kultur. Gerade im Hinblick auf eine mögliche Bewerbung als Kulturhauptstadt. Und es sollte auch jedem daran gelegen sein, Possenspiele wie das Jüngste um Frau Töberich in Zukunft zu vermeiden. Für eine nähere Beschäftigung empfehle ich daher heute, zwei Wochen vorher und passend zum entspannten Sonntag, sich Informationen auf dresdenwaehlt.de zu besorgen. Und ganz nebenbei ist die Seite nicht nur informativ, sondern auch hübsch.

Ein Abend mit jungen Männern

Wenn ein Ereignis in den letzten Monaten, vor allem in den letzten Wochen, die Klassikwelt beschäftigt hat, so war das die Wahl des neuen Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker. Und auch wenn diese dann doch ganz anders ausgegangen ist als vorher gedacht, kamen doch mit ihr einige Namen ins Rampenlicht. Einer von ihnen ist Yannick Nézet-Séguin und ich gebe unumwunden zu, dass ich vorher mit ihm und seiner Arbeit nicht allzu viel zu tun hatte. Umso mehr freue ich mich darauf, den 40-jährigen Kanadier heute Abend gemeinsam mit dem Philadelphia Orchestra und dem Pianisten Jan Lisiecki (nein, er spielt kein Tennis) Mehr lesen…

Flut-Kulanz, Marke Deutsche Bahn

Unzählige Bilder gingen in der vergangenen Woche durch die Medien, viele von ihnen hatten mit Wasser zu tun. Erneut, nach 2002, hatte der osten Deutschlands mit Fluten zu kämpfen. Einzig den Enten ist das viele Wasser recht Auch ich blieb davon nicht unverschont: Bereits bevor es Dresden traf, hatte ich Schwierigkeiten, nach Mittweida zu gelangen. Dort war die Zschopau auf ein kaum gekanntes Maß angeschwollen, woraufhin Mittweida kurzzeitig zu einer von außen nicht zu erreichenden Insel wurde. Auch vor unserem Haus stand das Wasser. Dort war es allerdings der Schwanenteich, der über die Ufer getreten war und nun kontinuierlich gen Mehr lesen…

Philharmonia Orchestra London | Esa-Pekka Salonen

Es gäbe viel zu schreiben über das gestrige Konzert vom Philharmonia Orchestra London unter Esa-Pekka Salonen. Zum Beispiel, wie irre kraftvoll und gegensätzlich diese Version von Strawinskys Le Sacre du Printemps war, wie energetisch man Beethovens 7. Sinfonie interpretieren kann und wie satt und elegisch und kräftig Streicher in Witold Lutosławskis Musique funèbre klangen. Wie fein Salonen das Orchester leitete und wie es laut, gewollt roh, aber niemals brutal klang. Aber das sollen andere machen. Ich erlebte gestern ein Konzert, in dem sich Raum und Zeit kurzzeitig völlig auflösten. In dem ich nach der ergreifenden Lutosławskischen Trauermusik schon kaum noch Mehr lesen…

Hohe Kunst für niederes Volk

Happy Birthday, Richard Wagner! Nachdem die halbe Musikwelt sich bereits in der ersten Hälfte des Jahres gierig auf jedes nur mögliche Fitzelchen Wagner gestürzt hat, ist nun der Anlass dafür, man möge fast sagen endlich, da: Richard Wagner feierte gestern seinen 200. Geburtstag. Wobei, genau genommen feierten nur alle anderen, er ist ja schon seit geraumer Zeit tot. In Dresden beging man diesen Anlass am Vorabend des Anlasses mit einem Galakonzert in der Semperoper, welches für’s gemeine Volk auf den Theaterplatz übertragen wurde. Die Stimmung war hübsch, das Panorama ebenso, der Anlass ohnehin. Auch für die weniger schwere Unterhaltung wurde Mehr lesen…

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Liebe Freunde von Kunst und Kultur, An dieser Stelle möchte ich es nicht versäumen, Euch zu unserem nächsten Konzert einzuladen. Es findet am 02.02. im goßen Saal des Dresdner Hygienemuseums statt. Zu Gehör kommen verschiedenste Kompositionen, sowohl im original als auch als Bearbeitung für sinfonisches Bläserorchester. Neben einer sehr kontrastreichen Sinfonie von Barberán und der vermutlich noch eher bekannten “Pavane auf den Tod einer Infantin” von Ravel erklingt auch in diesem Konzert wieder ein Solowerk: Den Solopart des Posaunenkonzerts von Eugen Reiche übernimmt dabei Prof. Olaf Krumpfer. Die beiden letztgenannten Stücke kommen dabei in dieser Fassung erstmals zu Gehör, sie Mehr lesen…