über Trauer

Zuerst füllen sich nur die Augen ein wenig, oft in Gesellschaft. Darauf hat einen vorher doch keiner vorbereitet, was es für Folgen haben kann, auch nur ein mal kurz daran zu denken, wenn andere Menschen in der Nähe sind. Es ist sehr reflexartig und kaum zu stoppen und ich  habe eine Menge Strategien entwickelt, um die wässrigen Augen zu verbergen. Husten, Niesen, Brille oder Nase putzen, etwas ins Auge bekommen, das Make-Up richten, in der Tasche wühlen. Der Gedanke wird verboten, ist im gleichen Augenblick aber wieder da. Er beißt sich fest, saugt sich regelrecht ans Hirn an, je mehr Mehr lesen…

Warum so still?

Hallo Grippezeit! Wie dich niemand vermisst hat, am allerwenigsten ich… Und du trotzdem mal bei mir vorbeischautest. Wie nett. Trotzallem: meinen Urlaub konntest du mir gar nicht recht vermiesen, das wäre ja wohl gelacht! Und jetzt: geh endgültig, du bist hier nicht willkommen! Adieu sagt Deine thg. PS: zum Abschied noch ein Bild aus der letzten Woche.

Mutter!

Mein gespaltenes Verhältnis zu Berlin bekommt wohl morgen ein kleines Pflaster auf den Riss: Ich darf Anne-Sophie Mutter sehen und hören, wie sie gemeinsam mit den Berliner Philharmonikern unter Manfred Honeck Antonín Dvořáks Romanze für Violine und Orchester f-Moll op. 11 und sein Violinkonzert a-Moll op. 53 spielt. Außerdem freue ich mich noch auf Witold Lutosławskis Konzert für Orchester.  Berlin, du bekommst noch eine Chance!

Post an Wagner

Wenn mich etwas aufregt, dann sind es die grässlichen Meinungsäußerungen eines gewissen Herrn FJ Wagner in der B*LD. Weil man auf diese Seite ja aber nicht verlinkt, habe ich die aktuellen geistigen Ergüsse Herrn Wagners mal direkt hier – kommentiert, versteht sich. Liebe Sexismus-Debatte, Seit wann ist eine Debatte “lieb”?  Aber okay. Hallo Herr Wagner, ich bin deprimiert, unsicher, habe Angst, ein Brüderle zu sein. Sieben Regeln deshalb. Ich kann das verstehen. Wenn ich Sie wäre, wäre ich auch deprimiert und unsicher. Zum Beispiel weil ich andauernd dazu gezwungen werde, mein nichtvorhandenes rhetorisches Talent für ein Rudel maximal mittelmäßig gebildeter Mehr lesen…

2012 – mit und ohne Belege

JanuarEin Monat mitten im Chaos. Ich fasste mir zum ersten Mal einen Neujahrsvorsatz und, obwohl es schwer fiel, tat ich gleich alles, um ihn wahr werden zu lassen. Außerdem kaufte ich ein Kleid, ein sehr schönes, es ist schwarz und lang und eignete sich vorzüglichst für das Konzert, welches ich kurz darauf mit meinem hiesigen Orchester spielte. Seitdem bin ich bestens gerüstet für Bälle, festive Aktivitäten und sonstige Gelegenheiten, zu denen man vorzeigbar sein muss. Ganz nebenbei wurde in diesem Monat das arme kleine thg-Herzchen ziemlich geschunden, nicht nur von Hausärzten. FebruarWährend unser Bundespräsident nur widerwillig zurücktrat, wäre ich freiwillig Mehr lesen…

Als das große Wasser kam

 Als das große Wasser kam (II) Erinnerungen an das Elbehochwasser vor 10 Jahren in Dresden Mittwoch, 13.08.2002. Wir schnappten unsere Fahrräder und fuhren zum Altmarkt, wohin die zentrale Sandsackfüllstelle vom bereits weißeritzdurchnässten Theaterplatz gezogen war. Unter mittlerweile sengender Sonne schaufelten wir, gemeinsam mit unzähligen anderen Helfern, mit bloßen Händen Sand in Säcke – so beides vorhanden war, denn häufig gab es nur entweder oder. Danach wurden die Säcke in Menschenketten auf LKWs verfrachtet, ca. 10-15 Leute kletterten auf den Sandsackberg auf der Ladefläche und fuhren zum Abladen und Schichten in betroffene Gebiete. Dabei muss das nicht immer nach nachvollziehbaren Gesichtspunkten Mehr lesen…

Als das große Wasser kam

Als das große Wasser kam Erinnerungen an das Elbehochwasser vor 10 Jahren in Dresden Es ist der 9. August 2002, ein Freitag. Im zarten Alter von 15 Jahren besaß ich das Privileg, dass mein Vater mich, wie jeden Freitagnachmittag, vom Saxophon-Unterricht abholte. Seit Tagen schon herrschte mieses Wetter, eine Besserung war nicht vorausgesagt. Mir war das zu dem Zeitpunkt, ehrlich gesagt, egal. Hauptsache Wochenende! Die Außenstelle der Musikschule, in welcher ich damals war, befand sich auf der Würzburger, Ecke Tharandter Straße, und somit unmittelbar an der Weißeritz – einem kleinen, bislang wenig beachteten, beschaulichen Flüsschen, welches im weiteren Stadtverlauf Dresdens Mehr lesen…

Wienbilder VI

Heureka! Der letzte Tag Wien, die letzten Fotos, bevor dieser Blog von einem puren Urlaubsbericht wieder in das mutiert, was er vorher war: ein Sammelsurium der unterschiedlichsten Dinge. Ich halte es diesmal auch kurz, daher: Sonntagsfotos Tschüss, Wien, war schön bei dir! Ohne einen Besuch im Leopold Museum konnte ich Wien einfach nicht verlassen. Die “Klimt persönlich”-Ausstellung mit vielen Fotografien, Bildern, Briefen und anderen biographischen Artefakten war gewissermaßen ein Muss für mich als einwöchigen Klimt-Groupie. Da man in allen Wiener Sonderausstellungen jedoch keine Fotos machen darf (wohl aber in den anderen Ausstellungsräumen, so man auf den Blitz verzichtet), sei das obige Mehr lesen…