Besonderes Konzert unter besonderen Umständen

Es gibt sie noch, diese Konzerte, nach denen man, fingerschnipsend, heimwärts hüpfen möchte; die einem ein Grinsen in’s Gesicht zaubern; einen mit Ohrwürmern für das nächste Vierteljahr versorgen und das gute-Laune-Barometer für mindestens eine Woche auf Sonnenschein stehen lassen! Diese beruhigende und äußerst erfüllende Erfahrung durften all diejenigen, die sich am gestrigen Sonntagnachmittag im Schauspielhaus eingefunden hatten, machen. Dort begeisterte The Real Group mit hand- oder vielmehr mundgemachter Musik im Rahmen der Jazztage Dresden auf voller Länge. Eigene Songs, gemischt mit harmonisch ausgefeilten Arrangements bekannter Titel von Jazz bis Pop (unnachahmlich dabei das Pop-Medley, gewürzt mit stimmlich “leicht tiefergelegten” Britney Spears-Zeilen) Mehr lesen…

Liebes Alliage Quintett!

Als ich vergangene Woche den Anruf eines Freundes bekam, ob ich mit ihm zu eurem Konzert in der Villa Teresa in Coswig kommen möchte, habe ich mich sehr gefreut. Wie ihr wisst, mag ich euch. Romantische Saxophonmusik – das ist einfach euer Ding. Spätestens mit “A la recherche du rêve perdu”, einer CD mit wunderbaren Adaptionen von Schumann und Mendelssohn, habt ihr das bewiesen. “Una voce poco fa”, eure erste CD, ist sogar mit dem Echo Klassik ausgezeichnet worden. Gut, mit der Stückauswahl auf beiden CDs konnte man vermutlich kaum daneben treffen, was den Geschmack des Publikums angeht, aber die Mehr lesen…

Von schwarzen und weißen Schwänen

Dass ich selten ins Kino gehe, wiederhole ich oft genug. Daher liegt mir viel an guten Filmen, bei denen ich mich hinterher nicht ärgere, den Eintrittspreis bezahlt zu haben. Leider lese ich so gut wie nie Filmkritiken und muss mich daher wahllos auf die Aussagen mir bekannter Menschen verlassen. Gestern gab es dann doch tatsächlich mal eine Ausnahme von der Regel: Nach der morgendlichen Zeitungslektüre (inklusive Filmkritik, tatsächlich!) kam ich darauf, mal “Black Swan” sehen zu wollen, einen Film, der in den letzten Tagen ja durch diverse Auszeichnungen in aller Munde war. Wie schön, dass sich gestern gleich die Gelegenheit Mehr lesen…

“Klingt kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach.”

… sagt Carsten Hennig, der Komponist des gestrigen Flashmob-Musikstücks, über neue Musik. Und das ist es: Neue Musik ist einfach. Einfach überall nämlich, im Alltag irgendwie immer da, aber selten richtig wahrgenommen. Spricht man über “Neue Musik”, so werden förmlich die Anführungszeichen mitgesprochen. Die Barrieren und Vorbehalte sind groß, Neue Musik gilt als verkopft und wenig volksnah. Dass sie aber weder das eine noch das andere ist bewies der gestrige Flashmob auf dem Dresdner Theaterplatz. Viele Dresdner Instrumentalisten und Sänger und auch Musiker ausanderen Städten kamen, um daran teilzunehmen und spielten mal nicht nach Dirigent, sondern nach Farbballons. Diese wurden Mehr lesen…

Von Gummifledermäusen, Gürteltieren und duaduaduadua

Vampirfilme sind ja gerade stark im Trend, wir man nicht zu letzt am irrsinnigen Erfolg der Twilight-Filme sehen kann. Und das charismatische Vampire nie aus der Mode kommen und keine spontane Erscheinung der selbigen sind, zeigte nicht zu letzt auch “Interwiev mit einem Vampir”, ein Film, den damals kein weibliches Wesen meiner Generation ausließ. Als Mutter aller Vampirfilme jedoch genießt die erste offizielle Verfilmung von Bram Strokers “Dracula” aus dem Jahr 1931 jedoch Kultstatus. Verglichen mit den heutigen Möglichkeiten waren die damaligen Techniken natürlich limitiert, sowohl was Aufnahme als auch was Effekte angeht. Aber natürlich liegt auch darin ein Reiz dieses Mehr lesen…

Nicht in der Stimmung für “In The Mood”

Wer dieser Tage in Dresden musikalische Leckerbissen suchte, musste sich dazu nicht zu lang anstrengen. Im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele, programmatisch unter den Titel “Russlandia” gestellt, gastierten namhafte nationale und internationale Musiker mit ihren unterschiedlichen Programmen in vielerlei Dresdner Kultureinrichtungen. Ein Konzert, auf welches ich mich in diesem Rahmen besonders gefreut habe, ist das von “Berlin Philharmonic Brass”, des Blechbläserensembles der Berliner Philharmoniker, am 5.6. im Residenzschloss gewesen. Was mich bei diesem Konzert verwunderte: Es waren wenig Blechbläser anwesend. Nicht, dass ich nun jeden Blechbläser Dresdens kennen würde, aber man hat kaum bekannte Gesichter gesehen. Und ein weiterer Fakt, der Mehr lesen…

Gestatten: Wir gehören zu den Guten!

Wenn man in ein Sinfoniekonzert geht, bringt man immer einige Erwartungen und ganz bestimmte Hörgewohnheiten mit. Ganz unbewusst, meist, gehört dazu auch, dass Holzbläser irgendwie immer die Guten sind. Es kann noch so brausen und tönen: Sobald die Flöte tiriliert, die Oboe singt und die Klarinette schmeichelt hat der Hörer etwas friedliches, beruhigendes im Ohr, auch wenn im Hintergrund die Blechbläser mit dicken und schweren Moll-Akorden um sich werfen und die Streicher satte Tremoli als Teppich bringen. Holzbläser sind die zarten Seelen des Orchesters, die freundlichen und unschuldigen Stimmen einer jeden Sinfonie, kurzum: Die Guten. Natürlich ist dies jetzt sehr Mehr lesen…

Akustikterror

Na? Auch schon wieder “Last Christmas” satt? Zu viel “Stille Nacht” gehört, obwohl die “Stille Nacht” noch nicht mal war (eine Unsitte übrigens, “Stille Nacht” so inflationär vor dem Heiligabend zu spielen!)? Naablt das Raachermannl schon wieder gewaltig und die tausend Sterne eines beliebigen Knabenchores sind schon zum tausendersten Mal in diesem Jahr ein Dom? Alle Jahre wieder das gleiche Problem… Weihnachtsmusik. In den Läden sitzen die Musikverantwortlichen schon in den Startlöchern, und freuen sich wie Bolle auf die erste Ladenöffnung nach dem Ewigkeitssonntag. Punkt sieben werden da die Weihnachts-CDs in’s Abspielgerät geschoben. Man kann sich regelrecht vorstellen, in welchem Mehr lesen…

Viel Lärm um ziemlich wenig

Das war sie also, die MyMusic 2009, zum allerersten Mal in Dresden. Mit “Viel Lärm um ziemlich wenig” lässt sie sich, glaube ich, am besten beschreiben, denn es war tatsächlich laut – und wenig los. Sowohl von den Besucherzahlen als auch von den Ausstellerzahlen her. Bei letzteren handelte es sich zudem vornehmlich um Händler und weniger um Hersteller, die wirklich namhaften Hersteller waren Dresden gleich ganz fern geblieben. Dies betraf nicht nur den Bereich der Instrumentenbauer, sondern auch die großen Verlage, denen der Weg gen Osten wohl zu weit und unlukrativ erschien. Instrumente und Noten, die mich interessiert hätten, waren Mehr lesen…