Die böse Fratze der Klassikgemeinde

Man könnte meinen, das Publikum, des internationalen (!) Musikfestes Hamburg wäre ein tolerantes Publikum. Eines, das neuen Dingen gegenüber aufgeschlossen ist. Das sich interessiert für das Weltgeschehen außerhalb der kulturellen Kapsel. Das Manieren hat und sich zu benehmen weiß. Allerdings hat das Hamburger Publikum nun bereits zum zweiten mal innerhalb weniger Tage gezeigt, wie es sich seinen Konzertabend vorstellt: bequem, ohne Ecken und Kanten, ohne Nachdenken und erst recht ohne kritische Untertöne.

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HERAUSRAGEND! UMWERFEND! BAHNBRECHEND! GEFEIERT!

HERAUSRAGEND! UMWERFEND! BAHNBRECHEND! GEFEIERT! Beim Lesen von Kultur-Pressetexten erwartet man mittlerweile schon fast, dass in Caps Lock geschrieben wird – es wäre nur konsequent, denn die Steigerung der Steigerungsformen ist die letzte Möglichkeit, Superlative ultimativ zu superlativieren. Fröhlich wird vor sich hingefloskelt, bis, zwischen Namedropping von Dirigenten und Orchestern und der Aufzählung zahlloser Einspielungen, am Ende ein Text steht, der persönlich wirken soll, in seiner floskelhaftigkeit allerdings völlig austauschbar ist. Mehr lesen…

Sommer in Wien

Ich liebe Wien! Das ist längst kein Geheimnis mehr. Seit ich mal ein paar Tage fast allein, aber mit grenzdebilem Grinsen dort verbracht habe, bin ich hin und weg von dieser Stadt. Und da ich selber auch aus einem ähnlichen Museum stamme, bin ich vertraut damit, an jeder Ecke tourikonforme Sachen zu sehen, die ich ganz gut ausblenden kann. Also gebe ich stets allen den Rat: Fahr nach Wien! Is’ schön da und für jeden was dabei. Zum Beispiel auch für meine Freundin Marsmädchen, die vor kurzem dem Winterwien einen Besuch abstattete (und seitdem Katzencafes liebt). Eine ganz spezielle Jahreszeit Mehr lesen…

Abwesenheitsnotiz

Liebe kunstfelermacher und -innen, Eigentlich sollte hier ein lustiger Text zum Publikum lokaler Neujahrskonzerte stehen. Eigentlich. Denn jetzt steht hier das: Eine Entschuldigung dafür, dass der Text hier nicht steht. Er steht hier nicht, weil der kunstfeler gerade irrsinnig beschäftigt damit ist, keine Kunstfehler zu machen. (Keine, nicht kleine! Ihr Ferkel!) Soll heißen: Ich bin gerade sehr eingespannt und schaffe es nicht, vor Februar etwas sinnhaltiges, das mehr als ein Bild oder ein heiteres Sprüchlein hermacht, zu veröffentlichen. Aber das kann ich auch auf Twitter. Also habt Nachsicht mit mir! Wir lesen uns dann in einem Monat wieder. Euer kunstfeler