HERAUSRAGEND! UMWERFEND! BAHNBRECHEND! GEFEIERT!

HERAUSRAGEND! UMWERFEND! BAHNBRECHEND! GEFEIERT! Beim Lesen von Kultur-Pressetexten erwartet man mittlerweile schon fast, dass in Caps Lock geschrieben wird – es wäre nur konsequent, denn die Steigerung der Steigerungsformen ist die letzte Möglichkeit, Superlative ultimativ zu superlativieren. Fröhlich wird vor sich hingefloskelt, bis, zwischen Namedropping von Dirigenten und Orchestern und der Aufzählung zahlloser Einspielungen, am Ende ein Text steht, der persönlich wirken soll, in seiner floskelhaftigkeit allerdings völlig austauschbar ist. Mehr lesen…

Betr.: Darstellung

Liebe Künstler! Ich weiß, ihr hattet eine schwere Kindheit. Das ging schon zeitig los: Während die anderen Kinder draußen gespielt oder cool Konsole gezockt haben, durftet ihr euch, manchmal eher muttiviert als motiviert, mit eurem Instrument vergnügen und Tonleitern, Etüden und Konzertstücke draufdrücken. Als andere entspannt ihre Wochenenden genossen, seid ihr in die Pampa nach sonstwo gefahren und habt früh, 9 Uhr, schon angefangen, für irgendeine Regionalrunde irgendeines Wettbewerbes mit dem Einspielen loszulegen. Die coolen Jungs waren im Sportverein, die anderen im Musikverein. Die Helden der Schule sind Skateboard gefahren, ihr höchstens mit dem Instrumentenkoffer auf dem Rad in die Mehr lesen…

kunstfeler ♥ #Bayreuthfake

Ich liebe Twitter! Auch wenn der @kunstfeler dort noch eher unterrepräsentiert ist – die reale Autorin dieser Zeilen versorgt sich schon ein paar Jahre dort mit Neuigkeiten, Gossip und derlei mehr. Klar, dass auch @BayreuthFest ein Account ist, dem man gern folgt. Endlich angekommen im Webzwonull, liebe Bayreuther Festspiele, herzlich Willkommen! – Das möchte man meinen. Doch weit gefehlt. Die Musikalische Falschmeldungen-Falle von Musik – mit allem und viel scharf hat mal wieder zugeschlagen.

Komponisten aller Länder, twittert! #quartweet

Eigentlich stand hier ein langer, verschwurbelter Satz zur Einleitung über Musik, Kommunikation und soziale Netzwerke; bis mir auffiel, dass das Signum Quartett das ganz von selbst viel besser tut: Music is all about communicating. Much of our everyday communication takes place on social media, and we would like to see musical communication here as well. We invite composers of all ages and abilities to tweet us a short quartet of 140 notes or less on Twitter—a  #quartweet! Die Aktion läuft schon ‘ne Weile, aber vielleicht habe ja nicht nur ich es erst jetzt mitbekommen…?

#drunkopera

Die Kollegen von Musik mit allem und viel scharf, die sich schon manchen Twitter-Wirbel ausgelöst haben (wie beispielsweise den um die angebliche Wahl Nelsons’ zum Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker), landeten gestern Abend mal wieder einen äußerst vergnüglichen Hasthag-Coup: #drunkopera förderte die schönsten Wortspiele rund um Musik und Alkohol zu Tage. Hier ein paar von der Redaktion* handverlesene Beispiele: (*mir)

Klimt yourself!

In Anlehnung an “Die Frau in Gold” (stay tuned for more on monday!) ein Wochenend-Gimmick für alle Klimt-Freunde und Photobomber: Klimt yourself! Vielleicht wären einige von Klimts Bildern ja noch umwerfender geworden, hätten sie euer Antlitz enthalten? Probiert’s aus! Ergebnisse könnt ihr mir ja auf Facebook oder Twitter zeigen!

Theater im digitalen Raum

Das Theater Oberhausen macht vor, was viele andere Kulturbetriebe hoffentlich bald nachmachen: Mit einem neuen online-Magazin nutzt es das Storytelling-Potential des Hauses und verknüpft statische Inhalte mit Videos, Links zu Tickets und anderen nützlichen Sachen. All das in einer wirklich ansprechenden Darstellung: Ein Vorbild für hoffentlich bald viele weitere Kulturunternehmen (die das Geld aufbringen können oder die cleveren Ersteller im eigenen Haus haben)!