Quo vadis, Dresden?

Dass der Kunstfeler aus Dresden stammt ist kein Geheimnis. Auch wenn ich mittlerweile nicht mehr dort wohne, fühle ich mich doch sehr verbunden mit der Stadt. Sie hat ein reiches und vielfältiges Kulturleben, in dem alle Menschen Platz haben. Gerade die Abwechslung und Vielfalt, die sich letzten Endes im kulturellen Schaffen niederschlägt, macht einen großen Reiz der Stadt aus. Umso unerträglicher finde ich die momentane Situation.

Intendantenpoker in der nächsten Runde

Das Intendanten-Theater in Dresden geht in eine neue Runde: Die B*LD (ja, ich weiß, die verlinkt man eigentlich nicht…) meldet, es wäre ein Nachfolger für den geschassten designierten Intendanten Serge Dorny gefunden: Peter Theiler, momentan noch Staatsintendant und Operndirektor in Nürnberg, soll bald auf den vakanten Sessel in Dresden wechseln. Angeblich sei es nur noch eine Frage der Zustimmung Christian Thielemanns. Dabei hängt da sicherlich noch mehr dran: Man hat sich doch mittlerweile eingerichtet in der intendantenlosen Oper und nicht nur Herr Thielemann wird ein Wörtchen mitsprechen wollen, wenn es um die Intendantenwahl geht. Edit: Und schon ist es bestätigt. Mehr lesen…

Hörtipp!

Es soll ja Leute geben, die ihren Freitagabend auf der Couch verbringen. Wer dem Couch-Abend dennoch ein wenig Konzertsaal-Feeling verleihen möchte, dem sei die Übertragung des 9. Symphoniekonzerts der sächsischen Staatskapelle Dresden am heutigen Abend empfohlen. Unter der bewährten Thielemann’schen Leitung erklingen ab 20.05 Uhr folgende Stücke: Richard Wagner: “Blick’ ich umher in diesem edlen Kreise” aus “Tannhäuser” Franz Schubert: “Der Jäger ruhte hingegossen” aus “Alfonso und Estrella” D 732 Richard Wagner: “Die Meistersinger von Nürnberg”, “Wie duftet doch der Flieder” Franz Schubert: “Sei mir gegrüßt, o Sonne” aus “Alfonso und Estrella” D 732 Anton Bruckner: Symphonie Nr. 4 Es-Dur Mehr lesen…

Mit Sinn und Verstand

Männer zwischen zwanzig und vierzig sind sprunghaft und unzuverlässig, unausgeglichen und neigen zu irrationalen Handlungen. Ja, das ist ein Vorurteil und ja, es stützt sich auf eigene Erfahrungen. Wie wenig das doch auf den Sonntagabend zutraf! Ich freute mich ja bereits auf den Konzertabend mit jungen Herren, meine Erwartungen wurden jedoch noch übertroffen. Anlass war das Konzert des Philadelphia Orchestra unter Yannick Nézet-Séguin im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele. Ich erlebte einen Dirigenten, der alles andere als sprunghaft und unausgeglichen agierte: klug und gewissenhaft modellierte er nicht nur in Tschaikowskys fünfter Sinfonie Lautstärken, Tempi und Klangfarben. Das Ergebnis war ein ausgewogenes, Mehr lesen…

Ein Abend mit jungen Männern

Wenn ein Ereignis in den letzten Monaten, vor allem in den letzten Wochen, die Klassikwelt beschäftigt hat, so war das die Wahl des neuen Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker. Und auch wenn diese dann doch ganz anders ausgegangen ist als vorher gedacht, kamen doch mit ihr einige Namen ins Rampenlicht. Einer von ihnen ist Yannick Nézet-Séguin und ich gebe unumwunden zu, dass ich vorher mit ihm und seiner Arbeit nicht allzu viel zu tun hatte. Umso mehr freue ich mich darauf, den 40-jährigen Kanadier heute Abend gemeinsam mit dem Philadelphia Orchestra und dem Pianisten Jan Lisiecki (nein, er spielt kein Tennis) Mehr lesen…